Ich weiß, dass viele Menschen seit der Coronazeit eine gewisse Müdigkeit oder sogar Abwehr gegenüber Onlineformaten verspüren. Und das kann ich gut verstehen. Umso wichtiger ist es mir, heute darüber zu schreiben, warum ich selbst Online Yoga so sehr liebe – und warum es sich wirklich lohnt, dem Ganzen (noch einmal) eine Chance zu geben.
Ich selbst übe inzwischen fast ausschließlich online Yoga. Der wichtigste Grund dafür ist, dass meine Lehrer*innen in Berlin und New York leben. Menschen, die mich seit Jahren begleiten, inspirieren und prägen. Ich schätze ihre Arbeit unglaublich und bin zutiefst dankbar, dass ich durch Onlineklassen täglich mit ihnen praktizieren kann, egal, wo ich gerade bin.
Einer der größten Vorteile ist für mich die Einfachheit.
Ich habe keine Anreisezeit, rolle einfach meine Matte aus und logge mich in die Klasse ein. Kein Packen, kein Hetzen, kein Dazwischen. Yoga darf direkt dort beginnen, wo ich gerade bin.
Und dann ist da natürlich Lila.
Meine Hündin liegt während Shavasana manchmal auf meinen Beinen oder kommt während der Meditation in meinen Schoß. Diese Nähe, dieses gemeinsame Ruhigwerden, ist etwas ganz Besonderes und etwas, das im Studio so nicht möglich wäre.
Natürlich gibt es auch Hürden.
Der richtige Space zum Üben ist manchmal eine Herausforderung. Aber ehrlich gesagt: Platz für eine Yogamatte finde ich fast überall, auch unterwegs. Wenn ich in lauteren Umgebungen übe, freue ich mich sehr über die Noise-Cancelling-Funktion meiner Kopfhörer. Und ich habe gelernt, dass es nicht die perfekte Umgebung braucht. Yoga darf unperfekt sein. Es darf sich an das Leben anpassen und nicht umgekehrt.
Online Yoga bedeutet für mich Freiheit.
Ich kann üben, wo ich gerade bin. Ich kann meine Praxis mitnehmen, egal ob ich zu Hause bin oder unterwegs. Und genau das macht es so wertvoll.
Vielleicht ist es auch wichtig zu sagen, dass Online Yoga nicht gleich Online Yoga ist.
Wenn ich selbst unterrichte, arbeite ich mit persönlichen verbalen Assists, mit eingeschalteter Kamera bei allen Teilnehmenden und echtem Austausch. Mir ist wichtig, dass ihr euch gesehen fühlt und miteinander verbunden. Erstaunlicherweise habe ich einige Personen, die ich täglich online sehe, noch nie in echt getroffen – es fühlt sich aber so an, als hätte ich das schon hunderte Male getan. Es ist also kein anonymes Video, sondern eine gemeinsame Praxis, die im Moment entsteht.
Was du brauchst, um Online Yoga auszuprobieren, ist überschaubar:
- eine stabile Internetverbindung
- Platz für eine Yogamatte
- Blöcke (oder dicke Bücher)
- einen Yogagurt (oder einen Bademantelgurt / eine Socke)
- eine Decke
Wenn ich selbst zu Hause übe, mache ich es mir gerne ein bisschen schön. Ich lüfte vor und nach der Praxis kurz durch, zünde manchmal eine Kerze an oder nutze einen sanften Raumduft. Kleine Rituale, die helfen, bewusst anzukommen, auch im eigenen Zimmer zwischen Schreibtisch und Bett.
Und noch etwas zum Schluss:
Alle, die vom Winterkurs in Lüneburg in meinen Online-Frühlingskurs wechseln, bekommen von mir ein kleines Goodie-Paket für das originale Yoga mit Lara-Gefühl für zu Hause. Weil Online Yoga zwar anders ist aber genauso herzlich, verbindend und echt sein darf.
Vielleicht ist jetzt genau der richtige Moment, es einfach auszuprobieren. Deine Matte wartet schon.
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